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Dear Moment/Ratgeber

Babytagebuch-Ideen: 80 Fragen von der Schwangerschaft bis ins Kleinkindalter

Von Zara Turner-Major, Mitgründerin von Dear Moment. Aktualisiert am 15. Oktober 2026.

Kurz gesagt. Schreib wenig, aber regelmäßig: Zwei Sätze zu einem Moment bringen mehr als eine ganze Seite, zu der du nie kommst. Schreib auf, wie es dir ging, nicht nur, was passiert ist. Und notiere Wörter und Laute deines Kindes genau so, wie es sie sagt, denn die vergisst man zuerst. Wenn dir fürs Babytagebuch nichts einfällt, nimm eine der 80 Fragen unten. Die Liste reicht von der Schwangerschaft bis über den ersten Geburtstag hinaus, und jede Frage lässt sich in 30 Sekunden beantworten.

Babytagebücher zum Ausfüllen geben ein paar Fragen vor: Gewicht bei der Geburt, erster Zahn, erstes Wort. Was dein Kind zum Lachen bringt oder wie es seinen Teddy nennt, hat dort selten eine eigene Seite. Die Fragen hier gehen weiter. Du kannst die Antworten in ein solches Buch schreiben, in ein leeres Notizbuch oder in eine App.

  • Schwangerschaft
  • Geburt
  • 1.–3. Monat
  • 4.–6. Monat
  • 7.–9. Monat
  • 10.–12. Monat
  • Erster Geburtstag
  • Wörter und Sprüche
  • Briefe an dein Baby
  • Fragen an dein Kind

So nutzt du die Fragen

  • Eine Frage reicht. Eine pro Woche ist genug. Die Reihenfolge ist egal.
  • Kurz bleiben. Zwei, drei Sätze genügen. Einzelheiten sind wichtiger als die Länge: „Mia hat meinen Finger gepackt und nicht mehr losgelassen“ sagt mehr als „Es war schön“.
  • Immer mit Datum. In ein paar Jahren weißt du sonst nicht mehr, wann es war und wie alt dein Kind damals war.
  • Überspringen ist erlaubt. Jede Familie ist anders. Wenn eine Frage nicht zu euch passt, lass sie weg.
  • Die Monate sind nur grobe Richtwerte. Jedes Kind hat sein eigenes Tempo. Nimm die Fragen, die gerade passen, egal unter welchem Monat sie stehen.

Fragen 1–8

Ideen für die Schwangerschaft

Die Monate vor der Geburt vergehen schnell, und wenn das Baby da ist, verschwimmen die Einzelheiten.

  1. Was hast du in der ersten Stunde gemacht, nachdem du es erfahren hattest?
  2. Wem hast du es zuerst erzählt, und wie hat diese Person reagiert?
  3. Worauf hast du dich am meisten gefreut, und was hat dir Sorgen gemacht?
  4. Was ist dir beim ersten Ultraschall sofort aufgefallen?
  5. Worauf hattest du Heißhunger, und was konntest du nicht mehr riechen?
  6. Welche Namen standen auf der Liste, und welche sind wieder rausgeflogen?
  7. Wo warst du, als du das Baby zum ersten Mal gespürt hast, und wie hat es sich angefühlt?
  8. Was hast du für die Zeit nach der Geburt vorbereitet, und was hast du dann nie gebraucht?

Fragen 9–17

Geburt und erste Tage

Schreib diese Antworten früh auf, auch nur in Stichworten. Nach ein paar Wochen weißt du vieles davon nicht mehr genau.

  1. Wo warst du, als es losging, und was hast du gerade gemacht?
  2. Wer war bei dir, und was hat dir am meisten geholfen?
  3. Was ist dir an deinem Baby als Erstes aufgefallen?
  4. Was waren deine ersten Worte an dein Baby?
  5. Wie war das Wetter am Tag der Geburt?
  6. Wer kam zuerst zu Besuch, und was haben die Gäste gesagt?
  7. Wie war die erste Nacht zu Hause?
  8. Wie sahen Hände, Füße und Haare in der ersten Woche aus?
  9. Wie ging es dir in diesen Tagen? Was war schön, was war schwer?

Fragen 18–26

Der 1. bis 3. Monat

Lange Nächte, das erste Lächeln und ein erster Rhythmus.

  1. Was beruhigt dein Baby, wenn sonst nichts hilft?
  2. Welches Geräusch macht es, das nur du sofort erkennst?
  3. Welche Zeit am Tag genießt du mit ihm gerade am meisten?
  4. Wem sieht es ähnlich, sagen die anderen? Siehst du das auch so?
  5. Wie läuft ein ganz normaler Tag mit ihm in diesem Monat ab?
  6. Wie war das erste richtige Lächeln, und wer hat es bekommen?
  7. Welches Lied oder welchen Kinderreim hört es von dir immer wieder?
  8. Was hat dich am Elternsein bisher am meisten überrascht?
  9. Was hast du beim nächtlichen Stillen oder Fläschchengeben gegessen, geschaut oder gehört?

Fragen 27–34

Der 4. bis 6. Monat

Lachen, Greifen und vielleicht der erste Brei.

  1. Worüber lacht dein Baby gerade am meisten?
  2. Wonach greift es am liebsten?
  3. Was gab es als ersten Brei, und was für ein Gesicht hat es gemacht?
  4. Wo ist es am liebsten: im Park, in der Badewanne, bei Oma auf dem Schoß?
  5. Welche Spitznamen sind geblieben, und wer hat sie erfunden?
  6. Was hat sich an deinem Schlaf, deiner Arbeit oder deinem Alltag verändert?
  7. Wer ist außer dir gerade sein Lieblingsmensch?
  8. Was weißt du schon über seinen Charakter?

Fragen 35–42

Der 7. bis 9. Monat

Viele Babys kommen jetzt selbst von der Stelle und wollen überallhin.

  1. Wie bewegt es sich fort, und wohin will es immer wieder?
  2. Was stellt es an, sobald du dich umdrehst?
  3. Welche Laute und Silben probiert es aus?
  4. Welches Spiel wird ihm nie langweilig: „Kuckuck“, „Hoppe, hoppe, Reiter“ oder etwas ganz Eigenes?
  5. Bei wem fremdelt es, und wer bringt es trotzdem immer zum Lachen?
  6. Was ist sein Lieblingsspielzeug, und welches Lieblingsding ist gar kein Spielzeug?
  7. Wohin ging der erste Ausflug oder die erste Reise mit ihm?
  8. Welches kleine Ritual habt nur ihr beide?

Fragen 43–50

Der 10. bis 12. Monat

Ein kleiner Mensch mit eigener Meinung. Vielleicht kommen jetzt die ersten Wörter oder Schritte, vielleicht auch erst später.

  1. Was war das erste Wort, oder was kam einem Wort am nächsten?
  2. Wie sahen die ersten Schritte aus, oder die ersten Versuche?
  3. Was versteht es schon, und was davon hat dich überrascht?
  4. Was macht es, wenn Musik läuft?
  5. Was würde es jeden Tag essen, wenn es dürfte?
  6. Wie zeigt es, dass es jemanden lieb hat?
  7. Was hast du in diesem Jahr von ihm gelernt?
  8. Was willst du über dieses Alter noch aufschreiben, bevor es vorbei ist?

Fragen 51–55

Der erste Geburtstag

Ein guter Anlass, auf das ganze Jahr zurückzuschauen.

  1. Wie habt ihr gefeiert, und wer war dabei?
  2. Was hat es mit dem Kuchen gemacht?
  3. Was ist heute völlig anders als vor einem Jahr?
  4. Was ist seit dem ersten Tag gleich geblieben?
  5. Was wünschst du ihm für das nächste Jahr?

Fragen 56–63

Nach dem ersten Geburtstag: Wörter und Sprüche

Viele Babytagebücher enden mit dem ersten Geburtstag, dabei kommen danach oft die lustigsten Sätze. Schreib Wörter genau so auf, wie dein Kind sie sagt. Ein paar Monate später sagt es sie richtig, und die alte Version hast du vergessen.

  1. Wie nennt dein Kind sich selbst?
  2. Welche Wörter sagt es auf seine eigene Art, zum Beispiel „Nane“ für Banane?
  3. Welche Wörter hat es selbst erfunden, und was bedeuten sie?
  4. Welcher Satz hat die ganze Familie zum Lachen gebracht?
  5. Welche Namen hat es für Oma, Opa und die anderen in der Familie?
  6. Welchen Satz von dir sagt es nach, sogar im selben Tonfall?
  7. Welche Frage stellt es am häufigsten?
  8. Wie war der erste Tag in der Kita oder bei der Tagesmutter?

Fragen 64–70

Briefe an dein Baby

In einem Brief kannst du Dinge sagen, die in eine Notiz zum Tag nicht passen. Manche Eltern führen das ganze Tagebuch für ihr Baby in Briefen, anderen reicht einer zu jedem Geburtstag. Fang mit dem Datum an und schreib so, wie du mit deinem Kind sprichst. Heb den Brief auf, damit ihr ihn später zusammen lesen könnt.

  1. Beschreib den Tag der Geburt so, als würde dein Kind den Brief mit 18 lesen.
  2. Warum hat dein Kind genau diesen Namen bekommen?
  3. Was hast du in diesem Jahr gelernt, das du weitergeben willst?
  4. Wie sah dein Leben aus, bevor dein Kind da war?
  5. Was willst du ihm versprechen?
  6. Was war im vergangenen Jahr das Wichtigste, für dich und für dein Kind?
  7. Was soll dein Kind über eure Familie wissen, zum Beispiel über Oma und Opa und darüber, woher ihr kommt?

Fragen 71–80

Fragen an dein Kind, wenn es größer ist

Sobald dein Kind erzählen kann, antwortet es selbst. Manche Familien stellen jedes Jahr zum Geburtstag dieselben Fragen und schreiben die Antworten wörtlich auf. Nach ein paar Jahren kannst du die Antworten nebeneinanderlegen und sehen, was sich verändert hat.

  1. Was isst du am liebsten?
  2. Was spielst du am liebsten?
  3. Mit wem spielst du am liebsten?
  4. Was macht dich richtig froh?
  5. Wovor hast du Angst?
  6. Was willst du werden, wenn du groß bist?
  7. Was ist das Lustigste, das dir passiert ist?
  8. Was kann Mama oder Papa richtig gut?
  9. Wenn du dir etwas wünschen dürftest, was wäre das?
  10. Woran erinnerst du dich aus dem letzten Jahr?

Babytagebuch schreiben: So bleibst du dran

Oft ist ein Babytagebuch in den ersten Wochen gut gefüllt und danach fast leer. Mit einem Baby fehlt meist einfach die Zeit. Das hilft:

  • Ein fester Zeitpunkt. Zum Beispiel sonntagabends oder beim letzten Fläschchen des Tages: eine Frage, zwei Sätze.
  • Das Handy nutzen. Es liegt ohnehin neben dir. Eine Notiz oder ein Foto mit einem Satz dazu reicht. Ins Buch übertragen kannst du es später.
  • Sprechen statt schreiben. Wenn du die Hände voll hast, sprich die Antwort einfach ein. In Dear Moment nimmst du eine Sprachnotiz auf, und die App schreibt sie als Text mit. So kannst du den Moment später lesen oder anhören, und dein Kind hört eines Tages, wie deine Stimme klang, als es klein war.

Wenn du schon Monate hinterher bist

Das ist normal, und du kannst jederzeit weitermachen. Fang mit heute an: Beantworte eine oder zwei Fragen aus der Phase, in der dein Kind gerade ist. Dann geh Monat für Monat zurück. Scroll durch die Fotos auf deinem Handy und durch die Familienchats, in denen du Oma und Opa Bilder geschickt hast. Dort hat alles ein Datum. In Dear Moment kann jeder Moment ein früheres Datum bekommen. Die ersten Wochen stehen dann an der richtigen Stelle, auch wenn du sie erst ein Jahr später einträgst.

Babyalbum: was du reinschreiben kannst

Die meisten Babyalben und Babytagebücher zum Ausfüllen haben ähnliche Seiten. Hier steht, was du dort einträgst und wo du die Angaben findest.

  • Geburt. Datum, Uhrzeit, Ort, Größe und Gewicht. Die Maße bei der Geburt stehen auch im Untersuchungsheft, in Deutschland im gelben U-Heft.
  • Größe und Gewicht. Übertrag die Werte gleich nach jeder Vorsorgeuntersuchung aus dem Untersuchungsheft.
  • Impfungen. Datum und Impfstoff stehen im Impfpass.
  • Der erste Zahn. Welcher Zahn es war und wann er kam. Nach einem Jahr weiß das sonst niemand mehr.
  • Erste Wörter. Mit Datum und so geschrieben, wie dein Kind sie sagt. Ideen findest du unter Wörter und Sprüche.
  • Familie. Namen, wer wo wohnt und wie dein Kind die Leute nennt.
  • Besuch und Geschenke. Wer nach der Geburt vorbeikam oder geschrieben hat und wer was geschenkt hat.
  • Der erste Haarschnitt. Datum, wer geschnitten hat, und eine Locke im Umschlag.

Meilensteine wie das erste Krabbeln trägst du mit Datum ein. Wann sie kommen, ist bei jedem Kind anders. Fragen zur Entwicklung besprichst du am besten in der Kinderarztpraxis.

Wo du die Antworten aufbewahrst

Für die Antworten reicht ein Babytagebuch zum Ausfüllen oder ein einfaches Notizbuch. Wenn du eine App möchtest: In Dear Moment speicherst du Fotos, Videos, Texte und Sprachnotizen an einem Ort, nach Datum sortiert. Bei jedem Moment entscheidest du, wer ihn sieht. Oma und Opa sehen zum Beispiel die ersten Schritte, und deine Briefe bleiben nur für dich. Die Familie öffnet, was du teilst, über einen privaten Link im Browser, ohne App und ohne Konto. Mehr dazu steht im Ratgeber Babytagebuch als App.

Nichts wird öffentlich gepostet. Nur du und die Menschen, die du auswählst, sehen deine Momente. Es gibt keine Werbung. Deine Daten werden in der EU gespeichert, und deine Momente werden nie zum Trainieren von KI-Modellen verwendet.

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Fotos, Sprachnotizen und ein paar Zeilen Text, nach Datum an einem Ort.

Häufige Fragen

Wie oft sollte ich ins Babytagebuch schreiben?

So oft, wie es dir keine Mühe macht. Zwei Sätze pro Woche reichen, und nach einem Jahr hast du gut 50 Einträge. Kurze Einträge schreibst du eher als lange, die du immer wieder aufschiebst.

Was schreibe ich ins Babytagebuch, wenn nichts Besonderes passiert ist?

Beschreib einen ganz normalen Tag: Was habt ihr morgens gemacht, worüber hat dein Baby gelacht, was war zu Hause zu hören? Gewöhnliche Tage vergisst man am schnellsten.

Ist es zu spät, mit einem Babytagebuch anzufangen?

Nein. Fang mit heute an und trag die früheren Monate nach, wenn du Zeit hast. Die Fotos auf deinem Handy und die Nachrichten an die Familie erinnern dich an mehr, als du denkst. In Dear Moment kann jeder Moment ein früheres Datum bekommen und steht dann an der richtigen Stelle.

Schreibe ich über mein Baby oder an mein Baby?

Beides geht, auch gemischt. Wenn du über dein Baby schreibst, hältst du fest, was passiert ist. Ein Brief an dein Baby zeigt eher, wie es dir dabei ging. Viele Eltern machen beides: kurze Notizen zum Tag und ab und zu einen Brief.

Passen die Fragen auch in ein Babyalbum zum Ausfüllen?

Ja. Du kannst die Antworten in ein Babyalbum oder Babytagebuch zum Ausfüllen schreiben, in ein leeres Notizbuch oder in eine App. Nimm das, was du wirklich weiterführst.

Über die Autorin. Zara Turner-Major hat Dear Moment mitgegründet. Davor hat sie ALZA und WoWoman gegründet. Zara ist Mutter, und ihre Familie lebt in Großbritannien, Aserbaidschan und der Ukraine. Mehr über unser Team (auf Englisch).

Eine Frage in 30 Sekunden beantworten. Dear Moment 14 Tage kostenlos testen, danach im Euroraum 6,99 € im Monat oder 39,99 € im Jahr. Wenn du vor dem Ende des Probeabos kündigst, zahlst du nichts.

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